Die Voraussetztung für die Nutzung von Asterisk ist mindestens eine ISDN-Karte. Je nach Zielsetzung müssen bestimmte Karten eingesetzt werden, damit man die NT-Funktion (Amtszeichen) nutzen kann.
Hierzu gibt es die fast schon berühmten Karten mit Colonge-Chipsatz. Als Karte zum herauswählen kann dann wieder jede beliebige von Linux unterstützte Karte eingestzt werden.
Da ich mit xen experimentiere und asterisk gerne in einer DomU laufen lassen möchte, ist meine Installation etwas anders. Man kann Sie aber auch für eine normale Installation nutzen.
Hier die Installation mit xen:
Da wir Asterisk in der neusten Version installieren möchten, müssen wir die source.list von Apt um die unstable Sourcen eventuell erweitern.
Nun können die Asterisk-Pakete installiert werden:
~$ apt-get install asterisk/unstable
Die Installation erfolgt über das Bauen der Pakete mit den aktuellen tar.gz in den Versionen:
Zudem müssen vorher folgende Pakete installiert werden:
apt-get install make module-init-tools libtool ppp-dev iproute bash udev automake1.9 autoconf doxygen libncurses5-dev libssl-dev
make install
make install
Zum bauen der Sourcen müssen die Kernel-Header des aktuell laufenden Kernel auf dem System vorhanden sein.
~$ cd asterisk-1.2.x ~$ make install
Nach der Installation des Programmes kann man eine Beispielkonfiguration installieren. Dieses bietet sich an, da man so eine Basis hat, mit der man arbeiten kann:
~$ make samples
Für die Installation der Dokumentation muß noch doxygen installiert werden:
~$ apt-get install doxygen ~$ make progdocs
Um Asterisk zu nutzen, gibt es mehrer Möglichkeiten. Die Auswahl der Treibermodule fällt auf den ersten Blick nicht einfach. Man kann zwischen
wählen. Diese Beschränkung folgt aus dem Anwendungsgebiet als Amtsleitungsmodul. Die oberen Projekte unterstützen die NT-Funktion für gewisse ISDN-Karten.
Wie entscheidet man aber nun, welches Projekt das Beste ist oder welches für einen selber optimal wäre?
Diese Installationsweise ist nicht vollständig und hat noch ein paar Probleme
Die aktuelle Version 0.14 ist veraltet und es sollte in jedem Fall die Developer Version genutzt werden. Hierzu gehr man folgender Weise vor.
Installation des Paketverwaltungsprogramm tla des arch-Projektes:
~$ apt-get install tla
Nun kommt ein wenig geplänkel, welches mit der Paketverwaltung zu tun hat und am Ende die Daten läd:
Initialisierung von Arch durch die Angabe der eigenen ID (e-Mailadresse):
~$ tla my-id "Foo Bar <foo@bar.com>"
Registrieren des Archives:
~$ tla register-archive http://repo.visdn.org/archives/daniele@orlandi.com--2005
Das Archiv als Standard definieren (wenn man möchte):
~$ tla my-default-archive daniele@orlandi.com--2005
Zum Herunterladen der aktuellten Developer-Version nutzt man den ersten Befehl, für die letzte stabile Version den Zweiten:
~$ tla get isdn--devel--0.1~$ tla get isdn--release--0.14
Nun muß das Programm bootstrap im erstellten Verzeichnis ausgeführt werden. Dieses tut viele magische Dinge, damit das Archiv konfiguriert und kompiliert werden kann. Dazu müssen, wie oben beschrieben, ein paar Voraussetztungen erfüllt sein.
~$ cd isdn--devel--0.1--patch-xxx ~$ ./configure ~$ make ~$ make install
Wie in der sehr guten INSTALL-Datei zu lesen ist, müssen noch folgende Befehle ausgeführt werden:
~$ depmod -a ~$ ldconfig
Zu guter Letzt muß noch eine Datei mit den Regeln für udev kopiert werden.
~$ cp samples/30-visdn.rules /etc/udev/rules.d/
Nach der Installation von Asterisk muß noch das entsprechende Paket von Asterisk mit der bristuff-Unterstützung installiert werden. Das Projekt wird von www.junghans.de vorangetrieben.
Herunterladen der bristuff-Sourcen
Download und Patch
~$ cd bristuff-0.3.0-PRE-1p ~$ ./download.sh
Nun müssen die Kernel-Module von zaptel und zaphfc gebaut und installiert werden.
~$ cd zaptel ~$ make linux26 ~$ make install ~$ make install-udev ~$ cd zaphfc ~$ make linux26 ~$ make install
Sollte beim laden der Module folgender oder ähnlicher Fehler auftreten,
~$ modprobe zaptel FATAL: Error inserting zaptel (/lib/modules/2.6.16-voip/misc/zaptel.ko): Invalid module format
liegt es eventuell daran, daß der installierte Kernel einen „Namenszusatz“ besitzt. Mit modinfo zaptel kann man sich Informationen zum Modul ausgeben. Dabei kann man einen eventuellen Unterschied erkennen.
filename: /lib/modules/2.6.16-voip/misc/zaptel.ko version: 1.2.5 license: GPL description: Zapata Telephony Interface author: Mark Spencer <markster@linux-support.net> srcversion: XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX depends: vermagic: 2.6.16 VIAC3-2 gcc-4.0 parm: debug:int parm: deftaps:int
Der wichte Punkt ist in der Zeile vermagic:. Mein Kernel heißt zum Beispiel 2.6.16-voip.
Dieses Problem löst man indem man beim Bauen der Module den EXTRAVERSION-Zusatz angibt:
~$ make EXTRAVERSION=-voip linux26